Die Geschichte der NFL

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1915 verpflichtete das Collge Canton den Zehnkampf-Olympiasieger Jim Thorpe, der ein unglaubliches Allroundtalent und gleichzeitig der erste richtige Star im Football war. Ein Jahr später spürte das Team aber, dass es auch zuviel Erfolg geben kann. Da sie nämlich in ihren zehn Spielen ungeschlagen waren, mit einer Punktedifferenz von 264:7, vertireb und langweilte ihre Überlegenheit alle potentiellen Gegner.

So begann man in Ohio erstmals über eine National Football League zu sprechen. Der Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg sollte das Unternehmen NFL jedoch noch hinauszögern. Aber am 20. August 1920 war es soweit: Männer aus Ohios Industriezentren Akron, Cleveland und Canton gründeten eine Vereinigung. Man stellte Spielpläne auf und versicherte darauf zu achten, die Gehälter nicht ins Uferlose wachsen zu lassen und einander nicht die Spieler abspenstig zu machen. Es dauerte nur zehn Wochen, und zehn Clubs aus Ohio, Indiana und Illinois schlossen sich an.

Doch aufgrund großer Verluste lösten sich bis 1927 zwölf der 23 Clubs auf. Manche von denen, die weitermachten, verloren große Summen. Das Problem lag darin, dass die Mannschaften ihre Begegnungen noch immer  selbst organisierten, das Liga Büro kümmerte sich nicht mal darum, die Spielergebnisse festzuhalten. Was auf dem Spielfeld geboten wurde, war selten ein richtiges Vergnügen. Das Pass Spiel war bei weitem nicht so attraktiv wie heutzutage, die Teams erzielten kaum Punkte und das war zu wenig, um die Besucher auf den Geschmack zu bringen.

1932 gab es nur noch 8 Clubs, doch inmitten der großen Krisen gab es im Football immer Männer mit Ideen. 1933 modifizierte die NFL die Regeln, stellte die Tore auf die Goalline und gestattete den Vorwärtspass von jedem Punkt hinter der Anspielstelle. Ein Jahr später richtete die Liga in Chicage das erste All-Star Game aus, in dem alljährlich der Meister gegen eine Auswahl der Besten aus den anderen Clubs antrat. 1935 installierte die Liga den Draft.

Die besten College Spieler eines Schluss Jahrganges werden auf die leistungsschwächsten Mannschaften verteilt, mit dem Ziel, ausgeglichene Teams zu erhalten. Dann war da noch die Idee eines Club Besitzers namens George Marshall, von Musik und Bands beim Football, denn für ihn war es besonders wichtig die Zuschauer in jeder Hinsicht zu unterhalten. Er hatte noch viele andere Ideen, die er eine nach der anderen seinen Kollegen in der NFL verkaufte: den ersten überregionalen Spielplan, eine Play Off Begegnung am Seasonende, einen fünf Zentimeter schlankeren Ball der den langen Pass extrem erleichterte und eine Vereinfachung der Auswechslungen. Kontakt zwischen Coach und Quarterback, vorher verboten, wurde zugelassen. Diese Maßnahmen brachten das Spiel im Schwung, hatte man 1933 nur 19 Punkte pro Spiel im Schnitt verzeichnet, so lag das Niveau fünf Jahre später bei 27 Punkten. Ein ähnliche Steigerung spielte sich an den Kassen ab, der Zuschauerdurchschnitt stieg in den Dreißiger Jahren um das vierfache. Anfang der Vierziger hatte Profi Football endlich Boden unter den Füßen gefasst.