Die Geschichte des College Footballs

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Knute Rockne gilt als Paradebeispiel für die Entstehungszeit des Collefootballs; er musste sechs Jahre bei der Eisenbahn arbeiten, um sich die Universitätsgebühren zusammenzusparen.

Sein einziger Zweck diente den Football spielen am College, nicht der guten Ausbildung zum Chemiker. Er steckte seine Ziele hoch, obwohl er für sich selbst wenig Chancen sah. Kaum war er 1910 an der Universität von Notre Dame eingeschrieben, wurde Rockne nicht nur sofort Mannschaftsmitglied, sondern 3 Jahre später auch Kapitän und noch später sogar Coach des Teams. Rockne starb 1931 bei einem Flugzeugabsturz, aber ein früher Tod kann einen Menschen in Amerika unsterblich machen. Er wurde ein regelrechter Football Mythos; seine unvorstellbare Erfolgsbilanz – 105 Siege in 122 Spielen in 5 Jahren als Coach, in denen die Mannschaft ungeschlagen blieb, wird nur noch von den Geschichten übertroffen, die man von ihm erzählt. Rockne war ein Perfektionist und ein großartiger Redner, mit Sinn für die Psychologie seiner Spieler.

Viele der Motivationstechniken, die heute noch von vielen Coaches un der Umkleidekabine angewendet werden, gehen auf Rockne zurück.

Wie alle anderen Hochschul Sportler in den USA verdienen auch die Footballspieler am College kein Geld. Es ist eine Ehre, für die Universität kämpfen zu dürfen. Sieht man von den Stipendien, die die teuren Studiengebühren und Unterbringungskosten am Ort finanzieren, ab, sind Amerikas Studenten auf dem Papier die letzen Amateure die es im Weltsport gibt. In Wirklichkeit sieht die Sache allerdings nicht ganz so ehrenhaft aus. Das liegt daran, dass Universitäten wissen, dass es keine wirksamerer Werbung gibt als eine erfolgreiche Footballmannschaft. Deshalb finden sie Wege, ihren Studenten die eine oder andere Unterstützung zukommen zu lassen. Spielern, die im schulischen Bereich nicht ganz so entsprechen, wie sie sollten, hilft man beim Bestehen der Abschlussprüfungen. Immer wieder werden daher Spieler gesperrt und Universitäten vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Aber niemand glaubt, dass die Zahl derer, die erwischt werden, auch die nur annähernd den wahren Verhältnissen entspricht. So kommt es, dass ausgerechnet dort, wo es nach den Worten des großen Walter Camp eigentlich um Ruhm und Ehre geht, die doppelte Moral eingezogen ist, während die jahrzehntelang als kommerzielle Einrichtung verschriene NFL nichts zu verbergen hat. Aber natürlich ist die NFL nicht schuldlos an dem Dilemma an den Universitäten, denn die Profi Clubs betreiben keine Nachwuchsarbeit, das überlassen die dem College Sport, Die meisten College Spieler haben nur ein Ziel: die vier brotlosen Jahre gesund zu überstehen, um danach Profi zu werden. Das System funktioniert, weil die Amerikaner den College Sport nicht als schwachen Abklatsch der großen, der sogenannten Big Leagues empfinden, sondern ihm eine eigene Faszination abgewinnen. Die schlägt sich in üppigen Zahlen nieder: Mittlerweile erwirtschafteten die 100 Top Colleges im Bereich Football zusammen über eine Millards Doller im Jahr aus Fernsehrechten, Eintrittskarten und der Vergabe von Lizenzen für Kappen und T-Shirts.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges erlebte der Sport einen großen Anstieg an Popularität. Das waren die bedeutenden College Spiele, bei denen 60.000 Zuschauer und mehr zusammenkamen. Gleichzeitig stieg hinter den Kulissen der Universitäten, die sich auf ihre akademischen Tugenden soviel zu gute hielten, der Preis für die begehrtesten Siege und Meisterschaften. Die besten College Trainer bekamen Gehälter, die weit über denen der Professoren lagen. Highschool Absolventen wurden teilweise mit unredlichen Methoden angeworben, bekamen erstmals Stipendien und brauchten sich um ihre Noten keine Gedanken mehr zu machen. die Tradionsbewussten IVY-League Universitäten Yale, Princeton und Harvald, an denen Football entstanden war, lehnten Geschäfte ab und vergeben auch heute Stipendien, nur aufgrund besonderer schulischer Leistungen. Andere Hochschulen, die für ihre akademische Leistung weniger bekannt sind, nutzen die Situation. Die großen Rivalitäten sind über die Jahre zumeist dieselben geblieben, so zum Beispiel der zwischen den beiden Militärakademien der Army in West Point und der Navy in Annapolis, der in den zwanziger Jahren über 100.000 Zuschauer ins Stadion brachte und während der dreißiger und vierzieger Jahre die sportlichen Akzente im College Football setzte. Heute bemühen sich allem die Universitäten der Südstaaten darum, die College Meisterschaft zu  dominieren, besonders Texas, Oklahoma, Nebraska und Florida.

Heute gibt es eine eigene College Vereinigung, die NCAA (National Collegiate Athletic Association) in der in drei Leistungs-Divisionen gespielt wird, in denen die Teams eine ganze Saison ihr Bestens geben müssen, die besten Sieg Niederlagen Verhältnisse qualifizieren dann einige wenige Teams in die Finalspiele. Hat ein College Spieler sein Studium abgeschlossen nimmt er mit Ende der NFL Saison am sogenannten Draft teil, in dem die Profi Teams jeden angebotenen College Spieler unter Vertrag nehmen können. Das Team, dass in der abgelaufenden Saison am schlechtesten war, darf als erstes auswählen. Meistens ist es so, dass sie wenigen wirklich auffällig guten Spieler bereits während ihrer College Zeit im Fernsehen und andere Medien auftreten, welche dann auch meistens in der ersten Runde verpflichtet werden. Die Spieler die dann ihre erste Saison als Profi bestreiten, werden Rookies genannt. Immer wieder Immer wieder gibt es Überraschungen, wenn die schlechtesten Teams des Vorjahres mit den besten Rookies oft ungeahnte Angst Angst verbreiten. In seiner erste Saison hat es ein Spieler immer schwer. Der Unterschied zwischen NFL und College Football ist unglaublich, die Härte ist bedeutend größer und die Spielgeschwindigkeit schneller. Die meisten Rookies verbringen ihre erste Saison auf der Ersatzbank, wo sie meistens von den Veteranen das Spiel, die Technik und die richtige Reaktionen von der Sideline beobachten und dadurch viel lernen können.