Defensive Back: Terminologie, Techniken und Routen Konzepte

Veröffentlicht von

Terminologie:

BailDB Technik bei Pass Coverage, er startet vor dem Snap, um tiefer zu sein
BoxDB Block Technik, versucht den äußeren Arm und das Bein frei zu haben
BumpWeitergeben des Receivers in den Pass Zonen
BuzzDrop in die Curl / Flat Zone bei einer Cover 3
ChinaOffensive Pass Konzept #1 Tief (Hitch) #2 (Hoch) Corner
CloudDB Run Support - Flat Zone und primärer Run Support
ComboDB Call bei der Man Coverage. Bei 2 WR gehen sie enger zusammen
CrackWR blockt einen inneren Defender (OLB, Safety)
CushionVertikaler Abstand zwischen dem WR und Defender
I/S ReleaseInside Release
O/S ReleaseOutside Release
LockPre Snap Call um einen WR zu locken. Man Coverage, ob Innen oder Außen
LooseCall für einen Zonen Defender, damit dieser die Tiefe erhöht
Man TurnDB öffnet und dreht sich vor dem WR bei einer Man Coverage
MugFrühes öffnen des DB bei einer Press Coverage
NastyDB Call um den zweiten Receiver zu kennzeichnen. Slot WR oder TE
Re-RouteStören des WR bevor man in seine Zone dropt
Slant Tech.DB Technik bei einer Cover 2 vs 3x1 gegen einen Slant - Inside
SpillDB Technik, um einen Block aufzunehmen
SplatterTechnik gegen einen Block. Inneren Fuß nach innen, um den Lauf nach außen zu lenken
Zone ltCall zwischen zwei DBs für eine In Out Coverage bei 2 WR
Zone TurnDB öffnet und dreht sich, schaut zum QB bei einer Zonen Coverage

Routen:

Defensive Back Spieler müssen auf folgende Routen vorbereitet sein. Je mehr er diese Routen verinnerlicht umso besser kann er gegen diese spielen. Nachfolgen eine Übersicht der verschiedenen Basic Passrouten.

Hinweis: Ggf. kennt ihr die Routen auch unter einem anderen Namen.

Receiver Identifikation:

Als nächstes schauen wir uns einmal kurz an, wie wir die Receiver Identifizieren.

Coverage Techniken

Nachdem wir uns nun die wichtigsten Routen und die Receiver Identifikation angeschaut haben, gehen wir nun weiter und steigen in die Defensive Back Coverage Techniken ein. Bei den nachfolgenden Drills und Techniken ist es auch egal, ob der Spieler schon erfahren oder ein Anfänger ist. Ziel ist es, das er verstehen muss, wie er die verschiedenen Coverages spielen muss.

Cover 1 / MOFO Defense

Cover 1 ist, wie schon in anderen Artikel auf dieser Seite erwähnt, eine Man Verteidigung. Dies bedeutet, dass die Cornerbacks und die Safetys einen bestimmten Receiver der Offense “Eins gegen Eins” verteidigen und die ganze Zeit, während der Spielzug läuft, an ihm dranbleiben.

Man Coverage Technik Tipps:

Alignment

Cornerbacks: In der Man Coverage, stehen die DB bis zu 8 Meter tief und 1 Meter nach innen versetzt auf dem Receiver. Die nächste Möglichkeit ist, dass der DB Press spielt. Es kann auch vorkommen, dass der WR in einem so genannten “Nasty-Split” spielt; in diesem Falle ändert des Cornerback sein Alignment und stellt sich Head Up zum Receiver auf. Die Tiefe bleibt jedoch bestehen.

Free Safety & Strong Safety: Die Safetys decken bei einer Man Coverage meistens die Slot Receiver und die Tight Ends. Bei einem Slot Receiver spielt der Safety Head Up. Der Abstand des Safetys zum Slot Receiver wird vom Alignment des Cornerbacks bestimmt. Spielt der CB Off, so hat der Safety die Möglichkeit, Press zu spielen, um ggf. den Passfang zu vermeiden. Spielt der CB in der Press Technique, dann spielt der Safety Off. Er steht dann head Up und 7 Meter tief. Wenn der Safety einen Tight End zu covern hat, steht er Head Up über dem Tight End und 8 Meter tief.

3 Step Drop

Cornerbacks: Schaue zum Quaterback, ob er einen 3er Dropback macht. Der Cornerback Backpedalt langsam nach dem Snap und schaut für seine ersten drei Schritte zum Quarterback. Der Grund, warum die Cornerbacks das machen, ist, dass sie bei einem Quick Pass schnell auf den Ball reagieren können. Quick Pässe können Slants, Speed Outs, Stop Routen und Screens sein. Je schneller ein Cornerback einen Quick Pass erkennt, umso schneller kann er darauf reagieren. Sollte der Receiver in einem Nasty Split Alignment stehen, dann kann der Cornerback den QB nicht lesen und muss seine Augen auf dem Receiver lassen und auf seine Bewegung reagieren.

Free Safety & Strong Safety: Safetys Schauen in der Regel nicht zum Quarterback, ob dieser einen 3 Step Drop macht, außer, der Receiver steht in seinem Split.

Keys

Cornerbacks und Safetys: Schaue deinen Gegenspieler an. Nachdem 3 Step Drop muss der DB schnell seine Augen wieder auf den Receiver richten. In einer Man Coverage ist es wichtig, dass der DB seine Augen immer nur auf den Man hat, den er covern muss. Wenn er den QB länger im Auge behält kann es dazu führen, dass er seinen Man aus den Auge verliert. Als Ergebniss ht man dann einen Complete Pass, oder auch mehr.

Press Technik:

Conerbacks: Viele Coaches mögen es, in verschiedenen Cover 1 Situationen, die Press Technik zu spielen. Bei der Press Technik steht der Cornerback Schulterbreit, das Gewicht liegt auf den Fußballen, die Hacke ich leicht angehoben. Er steht leicht versetzt nach Innen zum Receiver, attackiert den Receiver hart und läßt sich nicht über Innen schlagen. Es ist wichtig, dass der Cornerback einen rechtwinkligen Stand hat. Wenn der Receiver einen Release nach rechts oder links spielt, ist es wichtig, dass der Cornerback mit shuffelt. Wenn der Receiver versucht zu kreuzen, besteht die Gefahr, dass er damit den Cornerback schlägt. Sollte der Cornerback zu schnell auf die Bewegung des Receivers reagieren, ist er geschlagen. Es ist also wichtig dass der Cornerback parallel und nach innen versetzt bleibt.

Free Safety & Strong Safety: Der Stand der Safetys in der Press Technik ist der gleiche, wie der der Cornerbacks. Obwohl der Safety normalerweise immer in einer Head Up Position steht, bietet es sich an, dass er bei der Press Technik, sich auch leicht nach innen versetzt.

Cornerbacks und Safetys: Wenn man sich der Jam Technik bedienen möchte, ist es wichtig, dass man nicht nach vorne springt. Man macht einen schnellen Punch mit seinen Händen, aber man geht nicht auf den Receiver zu. Sollte der Receiver versuchen, nach innen zu laufen, muss der DB einen harten Punch mit der inneren Hand setzen, um zu verhindern, dass der Receiver nach innen kommt. Wenn der Receiver nach außen will, nutzen wir die äußere Hand. Wir bleiben dabei aber immer parallel, so dass der Receiver nie unser Gesicht kreuzen kann.

Spiele den Fade

Cornerback und Safetys: Wenn ein DB registriert und er in der Press Technik steht, dass der Receiver eine Fade Route laufen will, muss er hart zum Cut des Receivers arbeiten. Das bedeutet er darf nicht zum Ball schauen! Erst wenn der DB den Cut des Receivers stören konnte und er sich in einer guten Position befindet kann er zum Ball schauen. Sollte es ihm nicht gelungen sein, muss er seine Augen auf den Receiver halten. Wenn dieser mit seinen Händen hoch geht um den Ball zu fangen, gehen die Hände vom DB ebenfalls hoch und versuchen, den Catch zu verhindern.

“Wenn der Fade bei einer Press Technik gespielt wird, wird der Receiver versuchen, einen weiten Abstand zum DB zu bekommen. In diesem Fall rennen wir nicht dem Receiver hinterher, sondern versuchen diagonal zur Passroute über den Receiver zu kommen.”

Wenn wir einen Soft “Off” Abstand zum Receiver haben, ist es wichtig für den DB zu wissen, was sein Abstand ist. Ein guter Abstand ist ca. 4 meter. Wenn der Receiver startet, verringert er den Abstand zum DB, er läuft dann praktisch neben ihm. Es ist also wichtig, dass wir einen guten Abstand zum Receiver bei behalten, da er uns die Möglichkeit gibt, uns zu drehen, um mit dem Receiver zu laufen. Erinnere Dich: Ein Receiver rennt gerade aus und ein DB erstmal Rückwärts! Als DB muss man sich selber die Chance geben, einen guten Abstand zwischen sich und dem Receiver zu haben.

Cover 2 / MOFO Defense

Die Cover 2 ist eine 2 Deep Coverage. Eine Zonen Coverage unterscheidet sich stark von einer Man Coverage, da alle DBs nur eine bestimmte Zone auf dem Feld verteidigen. Dies bedeutet, dass der Receiver von den einen zu den anderen DB übergeben werden kann. Die DBs rennen nicht mit den Receivern mit, wenn diese aus ihre Zone heraus laufen. Sie müssen jedoch immer den Quarterback im Auge behalten.

Cover 2 Technik Tipps:

Alignment

Cornerbacks: Bei einer Cover 2 steht der Cornerback 5 Meter tief vom Receiver. Sein Innenfuß steht auf den Außenfuß des Receivers. Im Gegensatz zur Man Coverage möchte der DB, dass der Receiver nach Innen läuft.

Free Safety & Strong Safety: Die Safetys stehen bei einer Cover 2 – 10 Meter tief und 2 Meter außerhalb des letzten Mannes aus der Box. Bei einem Slot WR steht er 12 Meter tief und 2 Meter nach innen vom Slot WR. Wenn der QB mit dem Call beginnt, sollte der Safety schon mal langsam zu seiner Landmark gehen. Diese befindet sich zwischen der Hash Mark und der Nummer. ca. 15 Meter tief.

Keys

Cornerbacks und Safetys: In dieser Coverage schauen die DBs primär zum Quarterback. Sie schauen vom QB zum Receiver Nr. 1

Responsibilities

Cornerbacks: In der Cover 2, ist er ein so genannter “Curl to Flat” Spieler, er spielt alle unteren Zonen und die kurzen Routen, die eine Landmark von 10-12 Meter tiefe haben. Bei Laufspielzügen, ist der Cornerback der Primäre Force Spieler (der Lauf ist seiner erste Priorität und der Pass die zweite). Er muss also schnell reagieren, wenn er sieht, dass ein Lauf kommt. Wenn der WR auf eine Pass Route geht, muss der Cornerback ihn Jammen und Re-Routen.

Sollte der Receiver eine Outside Route laufen, muss der Cornerback parallel bleiben und versuchen, ihn so lange wie möglich in der Flat Zone zu halten. Mit Blick auf den Quarterback begleitet der DB den WR, so dass die Lücke zwischen ihm und dem Safety kleiner wird.

Sollte der Receiver nach innen gehen, drängt der DB ihn dort hin; dann öffnet er in einen 45 Grad Winkel und arbeitet sich nachhinten.

Ein Cornerback muss wissen, wie viele potentielle Receiver auf seiner Seite sind. Sollte er nur einen Receiver haben, kann er ihn natürlich aggressiver spielen, bei zwei und mehr Receivern muss er schauen, welche Routen Kombinationen gespielt werden und für welchen Receiver er die Verantwortung hat.

Im Folgenden einmal zur Verdeutlichung: Routen Kombinationen mit unterschiedlichen Releases für den Defensive Back.

Safetys

Die Safetys sind die sogenannten Deep Half Spieler. Bei Laufspielzügen fungiert der Safetys als Ally Spieler. Sie bleiben Inside des Ballträgers (die Hauptaufgabe des Safetys ist der Pass). Wenn es ein Lauf ist, spielt der Safetys Flat Foot. Er ist dann der sogenannte Cutback Plays. Dies bedeutet das der Ballträger niemals sein Gesicht kreuzen darf.

Bei einem Pass muss der Safety zu seiner Landmark hinarbeiten. Diese befindet sich zwischen den Feld Nummern und der Hash Mark. Wenn WR #1 eine Inside Route läuft, muss der Safety mehr in der Mitte bleiben und den QB im Blick halten. Wenn der WR #1 dann zum Beispiel eine Crossing Route läuft oder einen Spieler blockt, versucht er auf die Außenschulter von WR #2 zu kommen.

Wenn der Safety seine Landmark erreicht hat, muss sein Blick zum Quarterback gehen, schaut der QB in seine Richtung, dropt er weiter in seine Zone rein. Schaut der QB in eine andere Richtung, Beackpedalt der Safety (in Wellenform) in Richtung der Zone wo der QN hinschaut.

Nachfolgend ein paar Routen Kombinationen mit unterschiedlichen WR Routen für den Safety:

Cover 3/ MOFO Defense

Bei der Cover 3 handelt es sich um eine Zonen Coverage, welche die Tiefe Zone in 3 Teilen unterteilt. Die Defensive Back Spieler sind auch hier für eine bestimmte Zone verantwortlich und folgen nicht den Receivern bei ihren Routen. Diese Coverage beinhaltet auch eine Rotation des Free Safetys in den Curl / Flat Bereich auf seiner Seite.

Cover 3 Technik Tipps:

Alignment

Cornerbacks: Der Cornerback steht bei einer Cover 3 – 8 Meter tief, sein Fuß steht auf den Außenfuß des Receivers.

Strong Safety: Der Strong Safety spielt die tiefe Mitte, er gibt den Quarterback einen Cover 2 Look und arbeitet sich in Richtugn Feld Mitte, wenn der QB in seinem Snap Count ist.

Free Safety: Der Free Safety zeigt ebenfalls einen Cover 2 Look und dropt dann zu seiner Landmark wenn der QB beim Snap Count ist. (Im besten Fall halten beide Safetys Ihre Position so lange wie möglich und bewegen sich gleichzeitig zu ihren Landmarks) Die Landmark des Free Safetys ist zwischen den Feld Nummern und der Hash mark ca. 12 Meter tief von der LOS. Wenn er gegen einen Tight End spielt, ändert sich die Tiefe auf 5 Meter und 3 Meter außerhalb des Tight Ends. Gegen einen Slot Receiver spielt er 8-10 Meter tief und steht auf der Außenschulter des Slot Receivers.

Keys

Cornerbacks: Der Cornerback liest den QB bis zum 2ten Receiver. Gibt es keinen 2ten Receiver schaut er auf den 3er Drop des QB in seiner Coverage (Quick Pass).

Strong Safety: Der tiefe Safety hat den QB als Key Spieler.

Free Safety: Der Rotierende Safety liest vom QB zum zweiten Receiver.

Responsibilities

Cornerbacks: Beim Laufspiel ist der Cornerback der Second Support Spieler; der Pass hat für ihn Priorität 1. Bei Laufspielzügen, üder die andere Seite, hat er den letzten Persuit. Gegen den Pass, Backpedalt er langsam und schaut, ob der QB einen 3 Step Drop macht. Seine Landmark ist Deep 1/3 außen. Wenn der Cornerback einen 3 Step Drop sieht, schaut er zum WR, ob dieser eine Quick Route oder einen Double Move macht. In diesem Fall muss der Cornerback die Curl Flat Zone spielen.

Bei einem Drop üder 5 Schritte des QBs, macht der Cornerback einen Full Speed Backpedal. Ist auf seiner Seite noch ein zweiter Receiver, muss er den Release im Auge behalten.

Geht der WR #2 nach innen, spielt der den WR#1 von außen nach innen. (Der Cornerback darf die Post Route jedoch nicht überspielen)

Wenn der WR#2 vertikal geht, geht der Cornebrack zwischen den #1 und #2 WR und hält den QB im Auge. Schaut der QB in seine Richtung, geht er leicjz in die Richtung des WR #2, um den QB dazu zu bringen, nach WR #1 zu werfen. Schaut er in die Richtung kann er sich vor WR #2 bewegen.

Wenn WR #2 eine Route nach außen läuft, muss er sich von WR #1 lösen und bereit sein, WR #2 zu spielen. (Wheel Route, Speed Out etc.)

Hierzu ein paar Beispiele:

Safetys

Strong Safety: Beim Snap beginnt er langsam zu shuffeln und liest dabei, ob es ein Pass oder ein Laufspiel wird. Bei einen Lauf spielt der safety den “Alles Spieler”, dies bedeutet, er bleibt Inside des Ballträgers und verhindert, dass dieser sein Gesicht nach innen kreuzt.

Bei einem Pass spielt er die mittlere der drei tiefen Zonen. Zuerst muss der Safety bei seinem Backpedal alles im Blick halten und tiefer sein, als alle anderen Spieler. Sein Backpedal ist in Wellenform, er liest dabei den QB: Wo schaut er hin, wohin dreht er die Schulter. Wenn die vordere Schulter des QB nach oben geneigt ist, kann er von einem Tiefen Pass ausgehen. Wenn diese nach unten zeigt, kann er von einen Pass in die untere Zone ausgehen; Shallow Cross oder Dig, zum Beispiel. Bei einem 3 Step Drop, muss der Safety einen Plant Step setzen und vorne kommen, zu der Seite, wo der QB hinschaut.

Free Safety: Bei einem Laufspielzug wird der Free Safety zu einem Box Spieler. Er versucht, den Ballträger nach innen zu lenken. Wenn das Laufspiel in die andere Richtung geht, also weg von ihm, shuffelt der Safety in die Richtung wird zum Cutback Spieler.

Bei einem Pass muss der Safety öffnen und sich zu seiner Landmark begeben. Diese liegt zwischen den Nummern und der Hash Mark. Dabei muss er parallel zur LOS bleiben und den QB im Auge behalten. Bei einen 3 Step Drop des QB muss der Free Safety sich Inside des WR #1 bewegen.

Gegen einen 2 Receiver Set und einen Outside Release des Slot Receivers muss der Free Safety “Jamen” und “Re-Routen”. Sollte der Slot Receiver nach innen gehen, verfolgt der Safety ihn nicht, sondern begibt sich vorsichtig zu seiner Landmark.